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Rudern von A-Z

Alle Informationen über das Rudern auf einem Blick. Unser Sport wie wir ihn sehen.

A - Anfänger

RuderanfängerBeginnen wir unsere kleine Reise durch die Welt des Ruderns bei der Ruderausbildung. "Aller Anfang ist schwer", wird sich so mancher Ruderneuling gedacht haben. In der Ruderausbildung wird nun das richtige Rudern erlernt. Nicht nur die Technik, sondern auch das Ein- und Aussteigen, das Halten der Skulls, des Riemens und das Rollen auf dem Rollsitz, der zu Beginn viel zu klein wirkt. Selbst das Tragen der Boote erfordert eine gewisse Übung. Und dann sind auch noch die Kommandos für das Verhalten auf dem Wasser.

Bei so viel Theorie wird es Zeit, endlich loszulegen; also ab aufs Wasser, denn nur hier kannst Du sehen und spüren, dass es toll ist, sich rückwärts auf dem Wasser zu bewegen. Vielleicht sollen wir noch erwähnen, dass Rudern dann viel Spaß macht. Der Ruderclub Wels bietet Ruderkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Wir laden dich recht hezlich ein, an einem unserer Ruderkurse teilzunehmen und diesen herrlichen Sport kennenzulernen.

B - Bootsklassen und Backbord

Du weißt bestimmt aus dem Fernsehen und den Medien, dass es einen Achter gibt. Bekannt meist von der Regatta auf der Themse, dem Wettkampf der Universitäten von Cambridge und Oxford, dem so genannte Boat Race, das im Jahr 1829 zum ersten Mal stattfand. Gerudert wird immer in verschiedenen Bootsklassen. Unterschiede gibt es bei der Anzahl der Ruderer im Boot und der Art zu rudern, also skullen oder riemen. Auf dieser Seite findest Du nähere Informationen zu den Bootsklassen.

Links-BackbordBackbord (Abkürzung: Bb, englisch: Port) bezeichnet, vom Heck zum Bug gesehen, die linke Seite eines Wasserfahrzeugs und ihr ist die roten Farbe zugeordnet. Warum? Angeblich ergriff Großbritannien 1847 als führende Seefahrernation die Initiative und ging mit der Einführung eines Farbsystems voran, das bald allgemeine Zustimmung fand: weißes Topplicht, an Steuerbord ein grünes Licht und an Backbord ein rotes. Warum sich die versammelten Admirale und Kommandanten so und nicht anders entschieden – man weiß es nicht. In der deutschen Handelsmarine wurden die Kommandos Backbord und Steuerbord 1903 nach längerem Streit durch eine kaiserliche Anordnung verbindlich eingeführt. Die Regelung gilt seit dem 1. April 1905.

C - Boote

C-BootC-Boote sind eine besonders breite Gattung von Ruderbooten. Es gibt sie vom Einer bis zum Achter. Der C-Vierer wird als Schulungsboot verwendet und in den Schul-Wettkämpfen eingesetzt. C-Boote sind jedoch auch als Wanderboote wegen des großen Stauraumes sehr beliebt.

D - Dolle

DolleDie Dolle ist die Halterung für das Ruder. Bei Sportruderbooten ist die Dolle U-förmig. Der eine Schenkel ist mit dem Dollenstift auf dem äußersten Punkt des Auslegers drehbar gelagert. Während früher die Dollen aus einer Bronze-Legierung bestanden, werden heute in der Regel Kunststoff-Dollen verwendet. Um die Ruder fest in der Dolle zu halten, werden die Dollen häufig mit einem Sicherungsbügel (mit Schraubverschluss) verschlossen. Die Dollen moderner Sportruderboote sind konfigurierbar, um sie an den Ruderer anzupassen.

E - Ergometerrudern

ErgometerrudernBeim Ergometer-Rudern (auch Indoor-Rudern genannt), kann man auf einem speziellen Rudergerät sämtlichen Witterungsverhältnissen aus dem Weg "rudern" und in der Halle im Trockenen seine Leistung überprüfen. Bei Wettkämpfen erfolgt per Bildschirm eine Beobachtung der Konkurrenz. In Fitnessstudios ist diese Form ebenfalls sehr beliebt und jedes Jahr finden Indoor-Meisterschaften statt.

F - Freizeitrudern

FreizeitruderNeben den Rennruderern, die auf Regattastrecken ihre 1000 m in hohem Tempo rudern, und den Wanderruderern, die auf längeren Touren (meist auf Flüssen und Seen) ihrem Sport nachgehen, gibt es die Freizeitruderer. Gerudert wird in der Freizeit, vom Bootshaus in die nähere Umgebung und wieder zurück. Rudern als Freizeit- bzw. Breitensport ist für fast jeden machbar und hier kommen die gesundheitlichen Aspekte zum Tragen. Gerade Rudern bietet bei Bewegungsmangel die Vorteile eines Gesundheitssports. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit werden gefördert und Verletzungen kommen so gut wie nie vor. Zur Entspannung nach einem stressigen Arbeitstag bietet Rudern eine ideale Form der Ruhe und des Ausgleichs auf der Traun.

G - Gefühl, Geduld und Geselligkeit

Rudern FunGefühl und Geduld muss jeder Anfänger mitbringen um diesen schönen Sport zu lernen. Nach zwei- bis dreimal üben sind jedoch meistens schon schöne Fortschritte sichtbar.

Als Mannschaftssport und als vereinsgebundener Sport spielt Geselligkeit im Rudersport eine wichtige Rolle. Rudern in festen Mannschaften und Gruppen entwickelt und vermittelt ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Geselligkeit findet auch während des Ruderns statt und wird begünstigt durch gemeinsame Erfahrung. Rudern im Verein bietet zahlreiche Anlässe für formale und informelle Formen der Geselligkeit.

H - Heck

Heck ist der hintere Teil vom Boot, im Gegensatz zum Bug, der sich in Fahrtrichtung vorn befindet. Im Ruderboot werden die Plätze vom Bug, also von vorn, nummeriert, es beginnt mit der 1. Beim Achter ist dann der Schlagmann die Nummer 8, der Steuermann hat keine Nummer.

I - Interesse

Das Interesse an unserem Sport steigt stetig. Viele Menschen sehen uns beim Spaziergang an der Traun und bekommen so Interesse es selbst zu probieren. Nur zu, ab Mai gibt es laufend Anfängerkurse!

J - Jugend und Jahreszeiten

Die Zukunft jedes Vereines liegt in der Jugend. Aus diesem Grund wird jedes Jahr in den Schulen nach jungen Talenten gesucht. Jugendliche ab einer Größe von 150 cm und 12 Jahren sind herzlich willkommen.

Jahreszeiten - Rudern ist eine Sportart, die das ganze Jahr ausgeübt werden kann. Einzige Bedingung: es darf kein Eis sein. Die meisten von uns rudern vom Frühling bis zum Herbst, wenn es warm ist. Die Leistungssportler trainieren immer und ein kleiner Kreis kommt erst im Winter richtig in Fahrt.

K - Krebs fangen

Rudern Krebs fangenWer mit seinem Skull oder Riemen aus dem Wasser kommen will und sich aus irgendwelchen Gründen dabei verheddert, fängt einen "Krebs". Gerade bei Anfängern sind Krebse sehr beliebt, im Lauf der Zeit aber lassen sie nach. Beim Rennrudern mindern sie die Siegeschancen, im Freizeit- und Wanderrudern freuen sich diejenigen, die keinen gefangen haben, oftmals auf ein Getränk danach.

L - Leichtgewicht

Ein Leichtgewicht im Rudern (auch Leichtgewichtsruderer, Abkürzungen „L“, „LG“, „Lgw.“ oder „Lwt.“) ist ein Sportler, der bei einer Regatta an einem Rennen der Leichtgewichtsklasse teilnimmt. Die Leichtgewichtsklasse wird durch altersklassenabhängige Obergrenzen für das Körpergewicht der Ruderer und eine Grenze für das Mannschaftsschnittgewicht definiert. Die Leichtgewichtsklasse ist die einzige beschränkte Gewichtsklasse im Rudersport. Daneben existiert einzig die offene Klasse, deren Teilnehmer gelegentlich auch als „Schwergewichte“ bezeichnet werden. Gewichtsklassen sind ansonsten nur im Kampfsport und in der Schwerathletik üblich. Männer im Einer dürfen nicht mehr als 72,5 kg und Frauen 59,0 kg wiegen.

M - Mannschaftssport und Masters

Rudern ist ein Mannschaftssport, wenn wir mal vom Einer absehen. Im Einer wird das Rudern zu einer Individualsportart, im Mannschaftsboot dagegen kommt es darauf an, sich gleichmäßig zu bewegen. Auch Teamgeist und Freundschaft sind von großer Bedeutung. Wer den gleichmäßigen Bewegungen eines Großraumbootes (Achter) einmal zugeschaut hat, weiß, wie elegant und kraftvoll Rudern ausschauen kann. Auch hier bietet Rudern einen einmaligen Erlebnischarakter.

Als Masters bezeichnet man Ruderer ab dem Jahr, in dem sie das 27. Altersjahr erreichen und leistungsorientierten Freizeitsport betreiben wollen. Es gibt nationale und internationale Startmöglichkeiten auf Ruderregatten und Events wie Ergometerrudern, Laufwettbewerben, Skilanglauf, etc. Für chancengleiche Wertungen gibt es festgelegte Altersklassen.

N - Natur

Ob beim Rudern auf einem See, Fluss oder Kanal immer spielt die Natur eine große Rolle. Während viele Sportarten in der Halle betrieben werden, bleiben wir der Natur treu. Wind und Regen gehören genauso dazu, wie das herrliche Gefühl, im März eines Jahres von den allerersten Sonnenstrahlen des Frühlings richtig schön braun zu werden. Vom Wasser aus kann die Natur wunderbar beobachtet werde, handelt es sich um Fische oder seltene Vögel auf Landschaftsschutzinseln, immer gibt es etwas Neues zu sehen. Das Befahren fremder Gewässer kann besonders interessant werden, zumal vom Wasser aus die Umgebung völlig neu entdeckt werden kann. Muskelbetriebene Boote verursachen keinen Schmutz, sind leise und zerstören nicht die Ufer. Erkundungsfahrten in die freie Natur auf der Traun gehören ebenso dazu wie das Rudern auf großen Flüssen, Seen und Fjorden.

O - Ottensheim

Ottensheim ist ein kleiner Ort an der Donau, westlich von Linz. Am Altarm des Kraftwerkes wurde eine Regattastrecke angelegt. Hier fanden bereits Weltcup-Rennen und die Jugend-WM statt. Für 2019 bekam es erstmalig den Zuschlug für eine Ruderweltmeisterschaft der Allgemeinen Klasse.
Unsere Rennruderer sind dort immer wieder bei diversen Regatten im Einsatz und bieten somit interssierten Zusehern die Möglichkeit sie live im Rennen zu erleben.

P - Puls

Der Puls ist ein wichtiger Faktor für gesundes Training. Selbst beim Wettkampfsport werden 90 % im unteren Pulsbereich von 150 - 160 Schlägen gerudert. Nur in wenigen Einheiten geht der Puls auf 180 Schläge und darüber. Zur Kontrolle wird am besten ein Pulsmesser verwendet.

Q - Qualität

Qualität ist wichtig für den Erfolg und das Vergnügen. Qualität der Boote, Qualität des Trainings, Qualität der Rudertechnik, auch auf die Qualität der Kleidung (sollte atmungsaktiv und enganliegend sein) kommt es an.

R - Rollsitz und Ruder

Rudern RollsitzDer Rollsitz wird auf zwei parallele Rollschienen im Ruderboot gelegt und von ihnen beim Rollen geführt. Der Ruderer sitzt auf dem beweglichen Rollsitz und kann durch die Nutzung seiner Beine den Ruderschlag verlängern. Die Füße sind dabei über das Stemmbrett am Boot fixiert. Durch den Einsatz der kräftigen Beinmuskulatur kann der Vortrieb erheblich vergrößert werden.

Die Sitzschale ist tratitionell aus Holz, immer öfter auch aus Kunststoff oder Kohlefaserwerkstoffen hergestellt. Auf der Sitzfläche sind häufig zwei Löcher für den Beckenknochen eingearbeitet. Wegen technischen Limitierungen der Länge von Rollschienen wurde das Fahrwerk lange mit einem sogenannten Schlitten ausgestattet, der den Rollweg um etwa 10 Zentimeter verlängerte. Unterdessen haben sich wartungsarme und robuste Kugellager-Konstruktionen durchgesetzt.

Rudern SkullRuder - "Ruder" ist eigentlich ein Sammelbegriff. In der Praxis gibt es Skull, ein Satz besteht aus 2 Stück, in jeder Hand eines, und Riemen, pro Ruderer 1 Stück, mit beiden Händen gehalten.

S - Sicherheit und Steuerbord

Sicherheit wird im Rudersport groß geschrieben. Die Boote sind so konstruiert und gebaut, dass sie auch gekentert schwimmfähig bleiben. Jedes Boot muss an der Spitze einen Bugball haben. Die Schuhe können mit einer Reißleine sofort geöffnet werden. Zusätzlich werden die Fersen der Schuhe niedergebunden, damit man ohne Handhilfe herausschlüpfen kann.

Links-BackbordDie rechte Seite eines Wasserfahrzeuges, vom Heck zum Bug gesehen, wird mit Steuerbord (Abkürzung: Stb, englisch: Starboard) bezeichnet, weil das Steuerruder früher auf der rechten Seite des Schiffes gelegen war und ihr ist die grünen Farbe zugeordnet.

T - Training

Trainieren heißt es vor allem bei den Leistungssportlern. Im Rahmen bestimmter Zielsetzungen und Entwicklungsstufen wird Einfluss auf die körperliche Leistungssteigerung genommen. Training erfolgt immer unter Anleitung eines erfahrenen Trainers oder Übungsleiters. Im Rudern kann man zwischen Fitnesstraining, Grundlagentraining, Hochleistungstraining und Rehabilitationstraining unterscheiden.

U - Umtragen

Ruderboot umtragenBeim Wanderrudern kann es vorkommen, dass einige Stellen des Gewässers nicht befahren werden können (z. B durch ein Kraftwerk oder Wehr). Der Ruderer legt in einem solchen Fall an, steigt aus, nimmt sein Boot aus dem Wasser raus und trägt es hinter das Hindernis, setzt das Boot wieder ins Wasser, steigt ein und rudert weiter. Davon etwas abgeleitet ist der Begriff "Wanderrudern".

V - Verein und Vorstand

An der Spitze jedes Vereines steht ein Vorstand und viele helfende Hände (Bereichsverantwortliche), die in freiwilliger, unentgeltlicher Weise bemüht sind, den Betrieb des Vereines zu organisieren und seinen Mitgliedern den Rudersport zu ermöglichen.

W - Wettbewerbe

Für den aktiven Ruderer gibt es die Möglichkeit, an diversen Wettbewerben teilzunehmen. Gleich ist bei allen Wettbewerben, dass vorgegebene Kilometerzahlen, nach Altersklassen unterteilt, errudert werden müssen. Es gibt Sommer-, Winter-, Sternfahrten-, Jahres- und Vereinswettbewerbe sowie den Äquatorpreis, bei dem der Aktive genauso viele Kilometer errudern muss, wie der Äquator lang ist: nämlich 40.076 km. Einige unserer Vereinsmitglieder haben diese Lebenskilometerleistung bereits geschafft.

X - Chromosome

Frauen beim Rudern willkommenOb XX- oder XY-Chromosomen, bei uns ist jeder willkommen zum Rudern. In den letzten Jahren hat sich der Anteil der rudernden Frauen stark erhöht und es gibt keinerlei Einschränkungen für beiderlei Geschlechter. In Zürich gibt es sogar schon einen Ruderclub nur für Damen.

Y - Chromosome

Muskeltraining beim RudernNur Kraft ist für das richtige Rudern zu wenig. Wie so oft kommt es auch bei unserem Sport auf die richtige Technik an. Um Herz, Kreislauf und körperliche Fitness zu verbessern und die Rumpfmuskulatur zu stärken, ist Rudern ein perfektes Training. Es kräftigt wie kein zweiter Sport sämtliche Hauptmuskelgruppen.

Z - Ziel

DolleEin Ruderer hat immer ein Ziel vor Augen. Sei es die Ziellinie bei Regatten oder sei es das Bootshaus, das man nach einer erfolgreichen Tour erreichen möchte. Wir haben jetzt auch unser Ziel erreicht, unsere kleine Ruderfahrt ist beendet. Wir sind alle trocken geblieben und haben dennoch einiges über das nasse Element und das Rudern gehört. Wer es nun selbst ausprobieren möchte, nach so viel Theorie, kann uns gerne kontaktieren und schon geht es los. Oder, wie man beim Rudern sagt: "Riemen und Dollenbruch".

Und jetzt?

Nun habst Du jede Menge über unser Rudern in Wels erfahren. Hast Du Fragen dazu, dann wende Dich an uns.. Wir freuen uns, wenn wir Dich als neues und aktives Mitglied in unsrem Ruderverein begrüßen können. Ansonsten wünschen wir Dir viel Spaß beim Rudern, gerade für Deine erste Saison, die für Dich total interessant, spannend, klasse, cool oder wie auch immer sein wird.